Kultur

Leben in der Petrischale

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Bildquelle © nikkytok/Fotolia

Kreativität braucht einen Nährboden. Wörtlich gesprochen ist ein Nährboden ja bekanntermaßen eine Substanz, in der man Pilze, Bakterien oder ähnlich Unappetitliches züchtet. Wir kennen das aus dem Chemieunterricht. Schimmelpilzbefall auf Tomatenpüree. Schimmelpilzrasen auf Grießbrei. Der Schimmelpilz kann fast auf jedem Lebensmittel wachsen.

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Mein Weg zu Diogenes

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Bildquelle © NZZ/Christoph Ruckstuhl

„Das hier ist die berühmte Bahnhofstraße”, sagt meine Taxifahrerin freundlich zu mir.

„Ja, das sehe ich”, gebe ich freundlich zurück. Ich bin der Regisseur meiner Wahrnehmung. Ich sehe, was ich sehen will und sehe die Bahnhofstraße, noch bevor sie mir gezeigt wird. Und wie zur eigenen Versicherung, dass ich wirklich angekommen bin, sehe ich auch die blauweißen Trambahnen und die Brücken, die über die Limmat führen. Ich weiß, dass es hier einen Fluss namens Limmat gibt, ohne jemals zuvor einen Fuß auf den Boden dieser Stadt gesetzt zu haben.

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Ausgerechnet Wasser

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Ausgerechnet Süßwasser. Zwischengelagert vom aufsteigenden Grundwasser erwischt: Meine mare-Hefte. Die komplette Sammlung. Manchmal reichen zwanzig Zentimeter, um abzusaufen. Untergangsstimmung bei mir und der Versuch aus dem Lagerraum zu retten, was zu retten ist.

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Kollektives Knipsen

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Für einen kurzen Augenblick scheint die Welt in Ordnung: Japaner, Amerikaner, Deutsche, Franzosen, Italiener, Engländer; sicher auch Schweizer und Österreicher für eine hundertfünfundzwanzigstel Sekunde vereint. Gleiches Interesse, gleiches Ziel. Den Blick gemeinsam aufs Objekt gerichtet, objektives Interesse trotz subjektiver Sicht. Freundliches Zurückweichen bei Blende fünfkommasechs. Dem Nachbarn den Vortritt lassen. Des Fremden Standpunkt übernehmen. Sogar Männer und Frauen sind gleichgestellt. Sie zeigen die gleiche Haltung zu den Dingen. Nebeneinander, miteinander, leicht gebeugt, federnd in den Knien. Ein recht freundliches Bild.

Goethe, die Krise und ich

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Wie bin ich noch mal drauf gekommen? Ach ja – es war der Tag, an dem Goethe Geburtstag hatte. Google sei Dank war mir das nicht entgangen. Goethe und ich. Kein Vergleich. Keine Verbindung. Keinerlei Zusammenhang, eigentlich. Obwohl: Ich reise auch gerne nach Italien, und habe sicher schon auf einer Stufe mit dem Meister gestanden; in Malcesine nämlich, wo er auf seiner Italienreise Station gemacht hatte und ich auch schon gewesen bin.

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Beloved Valentine

Ich hatte zwei. Die eine hatte einen Kugelkopf, die andere immer einen kleinen Koffer dabei. Ich erinnere mich, dass die mit dem Köfferchen (außer eben diesem) auch einen wohlklingenden Namen trug: Olympia Monica De Luxe. Die andere hieß schlicht Eibi – Eibi M. Ähnlich wie seinerzeit Boney M. Was sich jedoch hinter M Punkt verbarg, weiß ich bis heute von beiden nicht zu sagen.

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Schreibwerkzeug

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Schreiben ist ein einsamer Vorgang. Der Autor allein mit Papier, Stift und seinen Gedanken. Ich liebe dieses Alleinsein. Ich fühle mich keinesfalls einsam; bin ich doch ganz bei mir.

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Loblied auf Oberammergau

Berlin um 1931. Ein deutscher Tango. Der Titel: „Ein kleines Haus in Oberammergau.“ Es spielt das Orchester Eddy Walis, es singt Kurt Mühlhardt. Komponiert wurde das Stück von Friedrich Kark. In Ebonitmasse gepresst wurde der Tango bei Edison Bell Penkala Ltd. in Zagreb – so die Angaben auf dem Label. Herauszufinden wäre, warum ein englisches Label einen Tango eines deutschen Orchesters ausgerechnet in Zagreb (damals Königreich Jugoslawien, heute Kroatien) aufnahm –  Und warum mir der Zufall diese Musik hier in Oberammergau zugespielt hat. Aber hören wir erst mal rein:

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Cari Amici Cattolici!

Der Einstieg in eine Rede ist so wichtig wie der Ausstieg am Schluss einer Rede. Für den Anfang wie für das Ende gilt: nur keine Floskeln verwenden. So die Regel. Zu den regelwidrigen Einstiegen wie „Ich bin wirklich hoch erfreut, Sie hier und heute begrüßen zu dürfen!“ zählt selbstredend auch die schlichteste Form aller schlichten Förmlichkeiten: „Sehr geehrte Damen und Herren!“ Dass diese Regel nur für 99 % aller Redeeinstiege gilt, beweist Gerhard Polt. Gute Unterhaltung.

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