Das Schlimmste was einen Schriftsteller treffen kann ist Tendovaginitis. Es ist nichts, was den Kopf betrifft. In den meisten Fällen erwischt es das Handgelenk. Die erste Bewegung nach einer Ruhephase ist die Schlimmste. Wenn man das Gelenk trotz der anfänglichen Beschwerden bewegt, wird der Schmerz erträglicher. Es kann einen überall erwischen. Sehnenscheidenendzündung ist eine Folge von Überanstrengung. Es tut verflixt weh, nicht schreiben zu können.
Schreibwerkzeug
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Schreiben ist ein einsamer Vorgang. Der Autor allein mit Papier, Stift und seinen Gedanken. Ich liebe dieses Alleinsein. Ich fühle mich keinesfalls einsam; bin ich doch ganz bei mir.
Sprachloser Intellekt
Satzfetzen können einen Gedanken auslösen. Im Tagesspiegel las ich neulich: „Sprache formt und organisiert den Intellekt.“ Aha, dachte ich: Wenn Intellekt nicht vorhanden ist, was formt und organisiert dann die Sprache? Kann es ohne Intellekt Sprache geben? Sozusagen: Einen sprachlosen Intellekt? Wäre ich sprachwissenschaftlich geschult, könnte ich darauf eine entsprechende Antwort geben.
Cari Amici Cattolici!
Der Einstieg in eine Rede ist so wichtig wie der Ausstieg am Schluss einer Rede. Für den Anfang wie für das Ende gilt: nur keine Floskeln verwenden. So die Regel. Zu den regelwidrigen Einstiegen wie „Ich bin wirklich hoch erfreut, Sie hier und heute begrüßen zu dürfen!“ zählt selbstredend auch die schlichteste Form aller schlichten Förmlichkeiten: „Sehr geehrte Damen und Herren!“ Dass diese Regel nur für 99 % aller Redeeinstiege gilt, beweist Gerhard Polt. Gute Unterhaltung.